Die Vorausfahrer

By Barbara Tomaselli In Tomaselli Gabriel No comments

Das Vorarlberger Bauunternehmen Tomaselli Gabriel Bau setzte schon früh auf E-Mobilität. 2011 wurde der erste Verbrenner durch ein E-Auto ersetzt, seit 2016 sind es bereits 15 E-Autos. Im Bundesland der E-Vorreiter kein Wunder: In Vorarlberg sorgt der Stromanbieter VKW für ein großflächig ausgebautes und einheitliches Netz an Ladeinfrastruktur. Am Firmenstandort des Bauunternehmens gibt es daher neben vier Wallboxen auch eine Schnellladestelle, die von der VKW betrieben wird. Diese wurde unter der Bedingung zur Verfügung gestellt, dass sie auch für firmenfremde Personen zugänglich ist. ,,Die Umstellung lohnte sich auf jeden Fall -30.000 gesparte Liter Diesel pro Jahr stehen etwa 10.000 € an Stromkosten gegenüber”, sagt Jürgen Melk, Fuhrparkmanager bei Tomaselli Gabriel Bau. Neben dem wirtschaftlichen Gedanken stehe aber auch der ökologische Gedanke an zentraler Stelle: ,,Die Autos kommen bei Mitarbeitern und im Land gut an und wir bekommen auch Anfragen von Interessierten. Wir haben schon fast eine beratende Tätigkeit”, meint Melk. Die Zukunft bei Tomaselli Gabriel Bau soll elektrisch sein, auch was Pritschenbusse und Transportfahrzeuge angeht, doch da liege es noch an der Leistung. ,,Bei einem Materialtransport über 80 km wird es mit der Reichweite schon knapp”, sagt Melk, ,,wenn der Wagen dann auch noch bergauf fahren muss, kommen wir nicht weit.” Da seien die Hersteller gefragt. ,,Aber wir möchten komplett umstellen.”

Beginn: 2011 das erste E-Auto, 2015 weiterer Ausbau der E-Flotte
E-Fahrzeuge derzeit: 15
E-Fahrzeuge geplant: 100 Fahrzeuge noch 2018
E-Modelle: 5 x Renault Zoe und lOx E-Golf
Strom: PV-Anlage auf dem Dach (190 kWp, Einspeisung ins Netz), sowie Ökostrom vom Stromanbieter VKW (Vorarlberger Kraftwerke)
Investitionen: Hohe Investitionen in Autos und Ladeinfrastruktur
Förderungen: ja, staatliche Förderungen pro Fahrzeug
Erfolge: hohe C02-Einsparungen (80-90 t CO, pro Jahr); Öko-ProfitBetrieb (rezertifiziert 2017)

„Die Umstellung lohnte
sich auf jeden Fall –
30.000 gesparte Liter
Diesel/Jahr stehen etwa
10.000€ an Stromkosten
gegenüber.”
Jürgen Melk, Fuhrparkmanager

E:mobil Österr. Fachmagazin für Elektromobilität März 2018, Nr: 1, 4x/Jahr, Seite: 8-11